Immer diese Sehgewohnheiten

... Damit zu einer alt-ehrwürdigen, traditionsreicheren Disziplin der Medienbeobachtung, die heute programmgemäß weiten Raum auf gedruckten Medienseiten einnimmt: der kritisch-wohlwollenden Besprechung des jeweils neuesten Nico-Hofmann-Eventzweiteilers unter besonderer Berücksichtigung dessen, was Nico Hofmann selbst dazu sagt. Heute abend startet im sog. Ersten der Zweiteiler "Laconia". ... ... (aus dem Altpapier vom Mi/. 2.11.)


What would Google occupy?

... twitterte gestern scherzhaft Evgeny Morozov, dessen grandiosen Verriss des neuen Jeff Jarvis-Buches faz.net unter dem Titel "Das Elend der Internetintellektuellen" auch auf deutsch anbietet. "Dieses Buch wäre besser ein Tweet geblieben", schreibt Morozov in seiner lesenswerten Rezension, die freilich selbst bereits ein kleines Buch füllen könnte (bzw., rein rechnerisch, in der deutschsprachigen Version 299 Tweets erforderte)... ... - weiter im Altpapier vom Do./ 27.10..


Netzneutralität fürs Totholz

Wichtige Entscheidungen in der Medienpolitik werden in Deutschland weniger von Medienpolitikern getroffen (die gibt es eigentlich kaum, sondern bloß aufstrebende Politiker, die auf dem Weg zu höheren Aufgaben in was-mit-Medien-Ressorts Station machen oder hängengeblieben sind). Sie werden von Gerichten gefällt. Und da hagelt es gerade höchstinstanzliche Urteile... ... (weiter im Altpapier vom Mi./ 26.10.)


Klartext-Krise bei Jauch

Es war talkshow-strategisch keine gute Idee von Günther Jauch, seine Sendung mit dem Gästeduo Helmut Schmidt und Per Steinbrück mit der Bitte an den Altkanzler zu beginnen, doch mal die Euro-Schulden- und Banken-Krise mit früheren Krisen in seinem 92-jährigen Leben zu vergleichen. ... (weiter bei handelsblatt.com).


Seidene Härte

... So machte der erschöpfte Reporter (Udo van Kampen) den Ernst der Lage eindringlich deutlich. Danach hätte die Sendung gut zu Ende sein können und wäre vergleichsweise sehr aufschlussreich gewesen. Doch müssen im Formatfernsehen Sendungen natürlich so lange dauern wie im Programmablauf vorgesehen ... (aus meiner Illnershow-Besprechung bei handelsblatt.com).


Aktuelle Elefantenstunden

... ... Aber in der netzpolitischen Community, einer der aktivsten und viralsten jener Nischen, in die die Gesellschaft der Digitalära zerfällt, da hat die gestrige Debatte breite Wellen geschlagen. Und Hans-Peter Uhl (CSU) mit seinem fünfminütigen Redebeitrag zum Youtube-Star gemacht... ... ... (aus dem Altpapier vom Do./ 20.10.).


Brennende Ungeduld

Fast scheint es, als hätten sich zwei der beliebtesten Fernseh-Showmaster, deren Nachnamen mit der Silbe "Ker-" beginnen, zusammengetan und zwei der beliebtesten Boulevardmedien (deren sprechen sollende Namen jeweils mit "B" beginnen) brisante News gesteckt, um das allgemeine Interesse am Fernsehen mal wieder so richtig anzuheizen... ... (weiter im Altpapier vom Mi./ 19.10.)


Wenig mehr als nichts, aber das mit Verve

Die Themen Banken, Griechenland, Staatsbürgschaften wurden bekanntlich schon einige dutzend Male im deutschen Fernsehen diskutiert, ohne dass das anderen als den Talkshow-Produzenten geholfen hätte. Maybrit Illners gestrige ZDF-Talkshow ... ... (weiter bei handelsblatt.com)


Tatort Nazizeit

... ... Das heißt, es werden insgesamt 2012 mehr "Tatort"-Krimis produziert als 2011. Und sollte Deutschland auch in eine Rezession schlittern, wie heute geschlagzeilt wird - zumindest im Krimigenre bleibt das Prinzip des Wachstums erhalten... ... (aus dem Altpapier vom Do./ 13.10.)


Jetzt aber Punkrock

Zu den erbaulichsten deutschen Lobbyzeitschriften zählt das kleinformatige Heft namens "PRINT & more", das der Verband der deutschen Zeitschriftenverleger vierteljährlich herausgibt. Zu den liebenswertesten Rubriken dieses Heftes gehören die liebevoll ausführlichen Porträts von Verlagswirtschaftskapitänen, die dann auch mit Kapitänslächeln auf dem Cover posieren. Schaut man heute auf die Webseite vdz.de/printandmore sieht man zum Beispiel Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser, wie er in solch einer Pose das letzte Heft ziert. Mit dem allerneuesten Heftchen jedoch ist dem VDZ ein echter Scoop gelungen... ... (weiter im Altpapier vom Mi./ 12.10.)