Google gewinnt immer

... Dass die digitale Spaltung der Gesellschaft zwar auch mit Unkenntnis digitaler Geräte und Techniken bei vielen Zeitgenossen (die dennoch gerne darüber urteilen) zu tun hat, aber nicht allein damit, wurde gestern deutlich. Die Spaltung hängt ebenfalls damit zusammen, dass andere Zeitgenossen, die sich mit allem Digitalen gut auskennen, die Welt weitgehend via Google wahrnehmen. Und mehr Vertrauen in Phrasen setzten, die Übersetzungsalgorithmen global agierender kalifornischer Konzerne beim vermeintlichen Übersetzen in andere Sprachen ausspucken, als in den Staat, in dem sie leben, und seine Institutionen... ... (aus dem Altpapier vom Do./ 6.10.)


Kongenial

"Die Zeitung - reif fürs Museum?!", lautete der Titel der Sonderausstellung, mit der das Internationale Zeitungsmuseum in Aachen im Juli wiedereröffnete. Kostenlos konnten sich Besucher da viele Texte über Zukunftsaussichten der Zeitung durchlesen - äußerst ungestört, denn eine Ausstellung, die aus kaum etwas anderem als langen Texten zum Durchlesen besteht, lockt kaum jemanden an. Dummerweise scheint die titelgebende Befürchtung aber die Gestalter des gründlich umstrukturierten Zeitungsmuseums aufgeschreckt zu haben. Die neue Dauerausstellung vermeidet es weithin, Zeitungen zu zeigen... ... ... (weiter im epd medien-"Tagebuch"; mein dort im September erschienener Text basiert sozusagen auf einem Beitrag aus meinem Reiseblog ueberallistesbesser.de)


Wie Udo Lattek im "Doppelpass"

Quer durch Europas Medien hält Karen Murphy Biere dieser (unser Foto: DPA) oder jener Art (Reuters/ TAZ; siehe auch bild.de: "Wer ist die Frau, die den europäischen TV-Fußball zum Beben bringt?") in allerlei Kameras. Was die tapfere Wirtin des "Red White & Blue" im britischen Portsmouth einen "Victory for the little man" nennt, ... ... (weiter im Altpapier vom Mi./ 5.10.)


Bewunderndes Wow

Idealerweise würden an diesem Donnerstagmorgen die gängigen Medienmediengenres der Nachkritik und der Nacht-/ Frühkritik aus Harald Schmidt-Anlässen produktiv kollidieren und ein paar Funken schlagen. Schließlich beherbergen heute extrem erwartungsgemäß die meisten Papierzeitungen Nachkritiken zur vorgestrigen Sat1.-Comebackpremiere. Das große weite Internet böte dagegen Platz für frische Frühkritiken zur zweiten Ausgabe gestern abend... ... (weiter im Altpapier vom Do./ 15.9.)


Veronica Ferres gegen FC Bayern

... ... Kurzum, das Für-jeden-etwas-dabei-Prinzip scheint zumindest in der Pressearbeit für den neuesten Ferres-Schocker wieder kongenial umgesetzt worden zu sein. Bleibt noch die Frage, ob die audience flow-Berater der ARD auch zugegriffen haben ... ... (aus dem Altpapier vom Mi./ 14.9.)


Pathos und Eigenwerbung

Nicht etwa "TERROR-ALARM NEW YORK IN ANGST" wie am Samstag, "Gewinnen Sie 146 Millionen Euro!" wie am Freitag zuvor, "Liebes-Aus nach Schlaganfall" wie am letzten Donnerstag oder "Ich wollte doch nur ein Kind retten" wie am letzten Mittwoch steht heute groß vorne drauf auf der "Bild"-Zeitung, sondern ... ... (über die New York-Ausgabe der "Bild"-Zeitung vom Montag, 12.9.; weiter bei evangelisch.de)


Getalke IV (Die Messlatte liegt auf dem Fußboden)

Wer gestern Abend Anne Wills Sendung zum Thema Reichensteuer "Euer Geld möchte ich haben!" verpasst hat, muss sich ärgern... ... (weiter bei handelsblatt.com)


Handys abgeben bzw. ausschalten

Vielleicht ein Trend: Wer den ganz großen Stars oder Charismatikern live oder quasi-live nahekommen möchte, muss sein Handy abgeben oder wenigstens ausschalten. Das ist bei Günther Jauch so... ... (und bei Julian Assange im Prinzip ganz ähnlich, weiter im Altpapier vom Mi./ 7.9.)


Döpfners Problem, Jauchs Miene

... Und womöglich ist das sogar gut so, denn was treibt die digitale Informationsflutgesellschaft an, wenn nicht ihr Diskussionsstoff? Vielleicht ist Getalke das Ã-l des 21. Jahrhunderts. Damit einen Katzensprung weiter vom ICC nach Schöneberg, in den Gasometer in der Torgauer Straße, aus dem heraus ab kommendem Sonntag Günther Jauch Neues in die Talkshowschwemme gießen wird. Gestern war ARD-Pressetermin am Originalschauplatz... ... (aus dem Altpapier vom Di./ 6.9.)


Zwischen Muppets und Muslimen

Sagt Bernie von Flausch, der eine Packung Frühstücksflocken "mit vielen Vitaminen zum Fröhlichsein" in der Hand hält: "Das Haltbarkeitsdatum ist seit 20 Jahren abgelaufen". Entgegnet Tippsi Tapps: "Ach, das kann man doch überkleben!" Die Comedy "Ausgekuschelt" mit Muppets-artigen, derangierten Tierpuppen hat in der Abstimmung beim "TV-Lab" auf dem Digitalkanal ZDF-Neo bloß Platz 6 belegt. Aber... ... (weiter bei Spiegel Online)