"Sind wir nicht alle ein bisschen Guttenberg?" (Getalke)

Eigentlich erwartet man mittwochabends in der ARD zurzeit keine aktuell-politischen Diskussionen. Gestern aber hatte Anne Will tatsächlich die erste Talkshow zum Medien-Topthema des Karl Theodor zu Guttenberg-Comeback-Versuchs - zumindest davon abgesehen, dass am Dienstag in Sandra Maischbergers "Droht die Ã-kodiktatur?"- Diskussion auch des Ex-Ministers Vater Enoch zu Guttenberg gastierte. ... ... ... (weiter bei handelsblatt.com).


Pfui! Pfui! Pfui!

... ... Was schreibt nun Die Zeit, ignoriert sie die Sache prominent, widmet sie ihr ein Gedicht? Nein. Das dicke Blatt, das heute für einkommensstarke Entscheiderzielgruppen durchaus provokant aufmacht ("Noch jemand ohne Burn-out?"), widmet der Causa seine Doppelseite 8/9. Ganz links, oberhalb einer Deutsche Bank-Anzeige, äußert sich di Lorenzo doch; er äußert sich halt lieber im eigenen Medienimperium. Unter der Überschrift "Warum dieses Interview?" argumentiert er... ... (aus dem Altpapier vom Do./ 1.12.)


Entscheidung des Herzens

... ... Der "Süßstoff-Fabrikant mit dem Vollbart", "der Zuckerbäcker des öffentlich-rechtlichen Films", wie ihn die Süddeutsche heute apostrophiert, der "TV-Pate", um den sich früher, "wenn er auf einem Branchentreff erschien, ... meist ein Schwarm eifriger TV-Macher" bildete, der aber "schon auf der letzten Gala des Deutschen Fernsehpreises ... auf einmal mutterseelenallein" herumstand, wie das Kulturressort von Spiegel Online investigierte, der Mann also, der den deutschen Film der Gegenwart mindestens so geprägt hat wie Darryl F. Zanuck zu seiner Zeit den amerikanischen, der Degeto-Chef Hans-Wolfgang Jurgan wurde gestern von seinem Posten abberufen... ... (aus dem Altpapier vom Mi./ 30.11.)


Warm anziehen, Medienseitungen!

... ... Immerhin ist Reschkes gestern nicht immer überragender Konzentration der Begriff "Medienseitungen" zu verdanken, der das, was Jakobs meint, so schön illustriert, dass er ruhig bestehen bleiben könnte... ... (aus dem Altpapier vom Mi./23.11.)


"Wetten, dass...?" mit Helmut & Peer?

Ja, ist denn schon Weihnachten vorbei? Jedenfalls erfreuen die fixen Aggregatoren von meedia.de ihre Leser tagesaktuell mit rund 26 Super-Irrtümern des Jahres. Zunächst mit den "zehn größten Medien-Irrtümern 2011". Es könnte sein, dass jeder, der nicht 425 Euro in sein Ticket für die Münchener Medientage investiert hat, beim andernfalls ausgesprochen öde anmutenden Irrtum Nr. 6 ("Wer Neues lernen will, muss auf Medien-Kongresse gehen") aussteigt. Doch... ... (weiter im Altpapier vom Di./ 22.11.)


Neues von der Alster

... ... Diese Meldung prescht von der Titelseite der gestrigen Bild-Zeitung (und aus dem gestrigen Altpapierkorb) natürlich ganz nach oben auf die Agenda der Medienmedien. Sie erweist sich als Fest für Online-Voting- und Klickstrecken-Gestalter, für Journalisten, die bunte Zeitungsseiten füllen müssen oder mit nichts Neuem weitere Page Impressions generieren wollen. Wem der Sinn nach ein paar heiteren Sekunden mit Schweiger steht... ... (aus dem Altpapier vom Do./ 17.11.)


Mineralwassertrinkende Tagsüberdenker

... ... In der Mediennische im engeren Sinne aber ist an diesem Mittwoch alles bestens. Strahlendes Lächeln, frohe Chefredakteure, fantastische Herausforderungen und anregende Frisuren bestimmen das Bild. Allenfalls Verschnupfung unter Philosophie-Publizisten wäre zu beklagen. Werbekunden, die auf hochwertige Zielgruppen gehen, würden sich im heutigen Altpapier rundum wohlfühlen. ... ... (aus dem Altpapier vom Mi./ 16.11.)


Aus dem Zusammenhang ins Netz

... ... Eines der Argument der Verleger, ein in seinem Kontext (hier z.B. im Newsletter des bayerischen Zeitungsverlegerverbands) verblüffend einfach formuliertes lautet: "Sowohl Leser als auch Werbekunden hätten heute eine Vielzahl von Alternativen zur gedruckten Zeitung." Und manchmal haben sogar die Verlegerverbände schlicht und einfach recht... ... (aus dem Altpapier vom Do./ 10.11.).


Mord im Fischimbiss

Das, man darf wohl sagen: führende deutsche Debattenfeuilleton, das Genom, Trojaner und dem digitalen Denken generell, um nur drei heiße Eisen der Gegenwart aufzuzählen, stets mindestens dicht auf den Fersen ist, bietet gerade im Internet auf seiner Medien-Subseite in der rechten Spalte ein tolles Tool zur Partizipation... ... (weiter im Altpapier vom Mi/. 9.11.).


Die mädchenhafte Frau Professor

... Was vordigitale Dinosaurier und digitale Wiesel immer noch ein wenig vereint: Contentkonsum. In dieser Hinsicht gibt es auch heute wieder viel Neues zum Sich-drauf-Freuen. ... (aus dem Altpapier vom Do./ 3.11.)