Ob Rundfunkanstalt, ob Solojournalist, ob Mitmensch ohne kommerzielles Interesse: Wer Inhalte für Medien herstellt und wahrgenommen sehen möchte, darf sie schon längst nicht mehr einfach nur ins Netz stellen. Er muss sie auch in eine wachsende Zahl von Kanälen gießen, damit Follower und Freunde, Blogverfolger und Kreise sie bequemer zur Kenntnis nehmen können und idealerweise multiplizieren. Gerade große Inhalteproduzenten wie die Rundfunkanstalten heuern zusehends Berufsgruppen wie „social media-editors“ an, die den ganzen Arbeitstag lang dafür sorgen, dass Inhalte ihrer Arbeitgeber geliked und -shared werden. Wenn der große Stream der sogenannten Social Media manchmal eigentümlich steril wirkt, liegt das vielleicht daran. Vielleicht ist es auch eine völlig individuelle Ermüdungserscheinung. ... (weiter im Freitag)