Fröhlicher Rentner am Telefon

Die renommierte Wochenzeitung Die Zeit hat schon seit Jahren keine Medienseite mehr, sondern beschäftigt sich mit Medien-Themen sehr gelegentlich in den Ressorts, die halt gerade Lust haben. Vermutlich deshalb fehlt ihr die Routine im Umgang mit den Mühen der ressortspezifischen Ebene... ... (weiter im Altpapier vom Do./ 22.3.)


Die Welt schaut auf Claus Kleber

Wie sagte Claus Kleber so selbstgewiss bzw. "mit bedeutungsschwerer Attitüde" (Süddeutsche Zeitung) während seines ZDF-Gesprächs mit Mahmud Ahmadinedschad? "Herr Präsident, die Welt schaut auf dieses Interview!" Zumindest die deutschen Medien (und wer würde die Welt besser wiedergeben?) schauen auf es, und zwar lebhaft... ... (weiter im Altpapier vom Mi./ 21.3.)


Rund auf steilen Wegen laufen

Gestern also war es so weit. Markus Schächter wurde feierlich aus der Würde des Intendanten des Zweiten Deutschen Fernsehens verabschiedet. Naturgemäß den breitesten Widerhall findet das denkwürdige Ereignis in den medialen Angeboten des Zweiten Deutschen Fernsehens, welches gerade dank Schächter ja "aus der Gefangenschaft des Einkanalsenders" "befreit" wurde... ... (weiter im Altpapier vom Do./ 15.3.)


Die Gottschalk-Steuer

Transparenz-Forderung und "Mediensteuer", Schächter- und Küng-Talk: Es gottschalkt aus allen Rohren. Außer bei der Einschaltquote. Indes überraschen die Grimme-Preise mit einer Überraschung... (weiter im Altpapier vom Mi./ 14.3.)


Die Cola des 21. Jahrhunderts

Wenn man sich mal kurz vom Tagesgeschehen loszureißen und auszumalen versucht, was die Menschen in ein, anderthalb Jahrhunderten über das Alltagsleben der Menschen im sogenannten Westen während der 2010er Jahre wissen wollen könnten: Was dürfte bleiben?.. ... (weiter im Altpapier vom Do./ 8.3.)


Thommys Triumph

Eine gute Nachricht aus dem Herz der Unterhaltungsform, die die Menschen kennen und lieben (wie sogar Google sagt), aus dem Fernsehen also: Die Abschiedsgala des jüngsten Alt-Bundespräsidenten Christian Wulff wird am Donnerstagvorabend zwar natürlich im ARD-Programm live übertragen werden. Aber... ... (weiter im Altpapier vom Mi./ 7.3.)


Von Kronprinzessinnen und Wanderhuren

... ... Spannend selbstverständlich, wie jene Zeitungs-Medienseite, die sich häufig am relativ quersten zum Meinungsmainstream verhält, die der FAZ, darauf eingeht. Sie tut es auf nur 23 Zeilen betont nüchtern ("Rund 350 Journalistinnen haben am Sonntag unter dem Rubrum 'Pro Quote' an rund 360 Chefredakteure, Herausgeber, Verleger und zwölf Intendanten deutscher Medien einen offenen Brief geschickt..."), geradezu auffälig ums Vermeiden von Zwischentönen bemüht - bis zu einem Tippfehler in der 22. Zeile, der erst beim zweiten Lesen auffällt und womöglich hochgradig Freud'sch ist... (weiter im Altpapier vom Di./ 28.2.)


Von Frauen- und Einschaltquoten

... ... Humor für Leute mit Humor sozusagen: Zwischen den Zeilen wirbt der Spiegel um Verständnis dafür, dass seine vorherige, wegen des Rosenmontags letzte Woche auf den Samstag vorgezogene Druck-Ausgabe vom Rücktritt des Bundespräsidenten Christian Wulff, 52, am freitag relativ kalt erwischt worden war. Und weist ausgleichshalber, noch ein Stückchen tiefer zwischen den Zeilen, darauf hin, dass er schon im Juni 2010 die Position inne hatte, die er auch heute inne hat: scharf im Windschatten der Springer-Presse. "Yes we Gauck" erschien am 6.6. in der Bild am Sonntag, der Gauck-Spiegel kam tags drauf heraus. ... ... (aus dem Altpapier vom Mo./ 27.2.)


Gaucks Zitate und Merkels Blutgrätsche

Die beste Wendung der gestrigen Maybrit Illner-Talkshow kam ganz am Schluss gegen 23.15 Uhr: Da wurde ein leider kurzer Ausschnitt aus der Talkshow "Gauck trifft…" eingespielt, die Joachim Gauck anno 2001 im WDR-Fernsehen moderierte - ein noch relativ unverbrauchter Fakt aus dem Gauck-Mediengewitter, das seit ein paar Tage durchs Land geht; sein damaliger Talkgast war Angela Merkel. Die absurdeste Wendung zur Illner-Sendung gab es schon vor Sendebeginn eine Stunde zuvor... ... (weiter bei handelsblatt.com)


Keine Zusammenhänge

... ... Außerdem lässt sich daraus lernen, dass Zitate ruhig öfter in ihren Kontexten belassen werden sollten und nicht immer neue Zusammenhänge hergestellt werden müssen. In diesem Sinne schlägt sich das Altpapier heute durch den aktuellen Medienthemendschungel. Es geht um tote Kriegsreporter, Jürgen Todenhöfer, Gerichtsreporter zwischen vielen (metaphorischen) Fronten, das ACTA-Abkommen, kommende und gehende Talkshows, die Filter-Bubble der Journalisten. Keine oder wenig Zusammenhänge. ... ... (aus dem Altpapier vom Do./ 23.2.)