Hoppsala...

...Google ist Adolf Hitler? Nein, Google ist eher Neville Chamberlain, anno 1938 britischer Premierminister. Den Hitler macht wohl ein Vertreter des hierzulande weniger bekannten US-Unternehmens Verizon: "Pass the sauerkraut, Herr Chamberlain" diktierte... (Altpapier vom Do./ 12.8., u.a. über neue Google-Polemiken von Jeff Jarvis, Sascha Lobo...)


streetview-deutschland@google.com

... Tatsächlich ist Googles Darstellung des Themas, der ein süßes Spielzeug-Video vorangestellt ist, aufschlussreich. Im Sound, der klingt, als habe ein hochwertiger Übersetzungs-Algorithmus kalifornisches Justiziariats-Englisch direkt ins Amtsdeutsche übertragen... (aus dem Altpapier vom Mittwoch/ 11.8.) (Und als Nachtrag: Matula, Google, Ruanda/ Altpapier vom Do./ 5.8.)


Der Störenfried

...oder: Suche nach Wahrheit. Mein langes, dennoch ursprünglich ungefähr doppelt so langes Porträt des umstrittenen Reichstagsbrand-Investigators Hersch Fischler (Tagesspiegel am Sonntag/ 1.8.)


Aufbruchsstimmung in der Niedergangssaga

... Freilich, wenn neben dem Video die Klickstrecke "12 Secure Jobs for the Next Decade" steht, in der als einer der zukunftssicheren Berufe "Mortician/funeral director" auftaucht und das Berufsfeld "Entrepreneurship" mit einem Foto aus der Hundemaniküre-Branche illustriert ist, dann mag sich die Newsweek-Belegschaft auch da unterschwellig etwas gedacht haben. ... (aus dem Altpapier vom Mittwoch/ 4.8., vor allem über Sidney Harmans Kauf der Newsweek) Und als Nachtrag: das Altpapier vom 29.7.


Die Vernetzung der Welt

... Das ist vielleicht das Schöne an der schlimmen Sache: Inzwischen verlinken alle einander, von Afghanistan bis New York, London und Hamburg und sogar innerhalb der irre ausdiffernzierten Parallelgesellschaften Deutschlands. Die Vernetzung der Welt hat diese Woche gewaltige Fortschritte gemacht. Ob das der Welt hilft, muss sich nun zeigen. (Altpapier vom Mittwoch/ 28.7.)


DST olé

... Ausgerechnet den uralten Begriff des Rundfunks, den die digitalen Generationen allenfalls mit dem Radio und kaum mehr mit dem klassischen Fernsehen assoziieren, im 21. Jahrhundert noch auszuweiten und so versuchen, das Internet unter Kontrolle zu kriegen, könnte gegen Ende der Diskussionen um den aktuellen Rundfunkstaatsvertrag ein ganz neuer Tiefpunkt sein... (DST olé: Das Altpapier vom Mittwoch/ 21.7.) ...und hier das Altpapier vom tatsächlich etwas sommerlochigen Donnerstag/ 22.7. ("Und am Ende ein Cliffhanger").


Digitaler Leitzordner

... Besonders erfolgreich war die Folge, in der Abdallah und Voit "nachwiesen", dass die Amerikaner 1969 trotz anderslautender Gerüchte wirklich auf dem Mond gelandet waren. Manchmal streitet er sich noch mit Kollegen, ob das nicht Verdummung war, sagt Voit. Er selbst würde das nicht sagen. Die Idee sei schon gut gewesen, nur "bei der Umsetzung war viel Luft nach oben", zumal die Produktion wegen ihres Erfolgs auch unter Zeitdruck geriet. Als die Sendung 2009 eingestellt wurde, war er schon ausgestiegen. Jochen Voit hatte erst mal Geld genug verdient, um mit der Busch-Forschung weiterzumachen... (aus dem Tagesspiegel-Artikel "Das Historiker-Model" über Jochen Voit, Autor einer Ernst-Busch-Biografie und einst "Mystery Detective" auf Pro Sieben) *** [Und weil sich das Internet ja u.v.a. auch als "digitaler Leitzordner" (Voit) benutzen lässt, hefte ich hier jetzt mal zu weithin völlig internen Zwecken altes Altpapier ab, also meine bisherigen auf evangelisch.de: "Digitale Beunruhigung" (12.5.2010), "Das spätpubertäre Internet" (19.5.), "Google ins Gefängnis?" (20.5.), "Digitaler Imperialismus, kleine Revolutionen" (26.5.), "Das Papier-Problem" (27.5.), "Köhlerkrise und Goebombe" (2.6.), "Digitales Gruselkabinett" (3.6.), "Köhlers Rockschöße" (7.6.), "Freibier für Journalisten!" (9.6.), "Tschüß, Krombacher-'Tatort'" (10.6.), "Print unter Druck" (16.6.), "Der Tausendsassa" (17.6.), "iPads und Radiergummis" (23.6.), "Der Mesut Ã-zil der WM-Kolumnisten" (24.6.), "Das Gemeinwohl und Lena" (30.6.), "Blumensträuße im Twitternetz" (1.7.), "Promis in der Haar-Hölle" (7.7.), "Die Yes we can-Mentalität" (8.7.), "Happy Problems" (14.7.), "Deutschland, Dein Jauch" (15.7.), "Gründet Institute!" (16.7.).]


Das Altpapier ist (schon) wieder da

dasaltpapier.de
Altpapier ist wieder da, hieß es an dieser Stelle vor 14 Monaten, als das ehemalige Netzeitungs-Altpapier auf dem Portal dnews.de des niederländischen (finnischen) Anbieters Sanoma Digital wieder auftauchte. Dort verweilte es genau ein Jahr. Nach neuerlichem, zweimonatigen Migrationsprozess ist das Altpapier nun auf dasaltpapier.de zurückgekehrt. Wieder immer werktäglich, im Prinzip ab 9.00 Uhr. Neuer Auftraggeber ist evangelisch.de.


Pause

Das Altpapier ging letzte Woche, begleitet von Medienmedien-Echo, wie es das zu Aufbruchs- und lebhafteren Zeiten leider selten gab (was aber auch daran lag, dass bislang nie im bzw. unterm Altpapier diskutiert werden konnte), in eine Frühjahrspause. Über deren noch unbestimmte Dauer wird gerade geredet. Sobald feststeht, ob, wann und wo die älteste deutsche Online-Medienkolumne wieder auftaucht, lässt sich das hier (oder bei Twitter oder Facebook) erfahren.


Das Altpapier migriert mal wieder

...erstmal, ab 9. März, in eine konzeptionelle Pause. Und nicht zu Twitter und Facebook, wie der Tagesspiegel heute nahelegt. Das wären, so faszinierend einiges oder manches daran auch ist, keine idealen Orte für ein Format, in dem so gut wie jeder Satz deutlich länger ist als 140 Zeichen. Dass nach der Pause das Altpapier in einer neuen, dritten Heimat wieder auftaucht, scheint durchaus möglich. Sobald es Neues über die Zukunft der ältesten deutschen Online-Medienkolumne gibt, wird via Twitter und Facebook informiert. Und auch an dieser Stelle steht dann natürlich etwas. +++ [Meine letzten Altpapiere, denen am Dienstag erstmal noch eines folgen wird: vom Mi./ 3.3.: "Blanke Nerven", vom Do./ 4.3.: "Krieg der Illustrierten"]