Gern mal ein Eklat

Die Rundfunkräte stehen 2023 im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Bertelsmann-Chef Thomas Rabe agiert unglücklich, die Kartellämter tun's aber auch. Außerdem: Erodiert Twitter langsam vor sich hin? Und: wer dem ARD-Vorsitzenden mal Mastodon zeigen könnte... (Altpapier vom Di./31.1.)


Milliardäre, die sich für Medien interessieren

Springer-Chef Mathias Döpfner generiert neue Springer-Diskussionen. Bertelsmann kann sich freuen, dass eher übers Dschungelcamp als über die Gruner+Jahr-Abwicklung diskutiert wird. Außerdem: Braucht der RBB Compliance-Compliance und kann KI Medienberichterstattung kommentieren? Heute tut sie's noch nicht ... (Altpapier vom Di./ 24.1.)


Oh, Spannung

... mitten in der deutschen Medienpolitik. Der Rundfunkrat des RBB tagt außerordentlich wegen Anwaltshonoraren in Millionenhöhe. Die Medienpolitiker der Bundesländer sind in Klausur gegangen. An Saar und Waterkant wird ebenfalls über öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert. (Altpapier vom Fr./20.1.)


Noch nicht abgeschlossene Medienabspielgeräte-Geschichte (St. Georgen)

Ein richtig idyllischer Schwarzwald-Ort war das durch Krieg und Brände oft zerstörte St. Georgen wahrscheinlich niemals gewesen. Schließlich wurden in Baden-Württemberg jahrhundertelang viele Kriege geführt. Ohne tief in die Geschichte einzusteigen ... (ueberallistesbesser.de-Artikel, der dann vor allem auf den industriehistorischen, nicht aber abgeschlossenen Aspekt der Schallplattenspieler-Produktion in St. Georgen eingeht).


Die Beta-Wundertüte - Was steckt im neuen Kultur-Portal der ARD?

Es wimmelt von wohlklingenden Wörtern im Internetauftritt von ARD Kultur und in den Verlautbarungen zum Start. Mehr "Sichtbarkeit" für die Kultur, "Vernetzung", "Navigator", "Kultur-Booster" und am schönsten: "kulturelles Gemeinwohlnetzwerk". "Kultur Creators" hieß im Youtuber-Jargon der erste Ideenwettbewerb ... (Text für den KNA-Mediendienst/ Abo)


Jetzt geht's los

Wow, bei den Prinz-Harry-Medienrechten hat ein deutscher Konzern offenbar die Nase vorn gegenüber Netflix. Ein leibhaftiger Ministerpräsident eröffnet offiziell die nächste Rundfunkbeitrags-Debatte. Und ist der kurze Aufstieg der nichtkommerziellen Plattform Mastodon schon wieder vorbei? (Altpapier vom Di./10.1.)


Kopfgeld auf Journalisten

Das türkische Regime bricht ein weiteres Tabu, ohne dass es viele Aufschreie gibt. Der neue ARD-Vorsitzende wurde wieder interviewt. Aus den Staatskanzleien gibt es neue medienpolitische Wasserstandsmeldungen. Außerdem: die "Twitter"-Files. Und sterben Zeitschriften aus? (Altpapier vom Mo./9.1.)


Arthrose in Bautzen

Der frische ARD-Vorsitzende Kai Gniffke ist schon voll auf Sendung. Befinden sich ARD und ZDF im "publizistischen Wettbewerb" miteinander? Der deutsche Mastodon-Pionier wird nur international interviewt. Außerdem: "medialer Analphabetismus" in der Bundesregierung. (Altpapier vom Di./ 3.1.23)


Mehr Gewinn, mehr Entlassungen, mehr Streaming

Der vielleicht reichste Mann hat eine der journalistisch wichtigsten Plattformen gekauft und verändert sie kräftig. Milliardenschwere Silicon-Valley-Konzerne feuern Personal in fünfstelliger Höhe. Und einem deutschen Medienkonzern setzte Stephen King zu. (Altpapier-Jahresrückblick 2022 zum Thema Medienkonzerne).


Die Medienpolitik knirscht ...

Die RBB-Skandale zeigten glasklar, was bei der Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks schlecht läuft. Deutsche Medienwächter haben erstmals "Public Value" definiert. Aufs "Grundgesetz fürs Internet" der EU folgt eins für die Medienfreiheit: 2022 wäre ein medienpolitisch hochspannendes Jahr gewesen – wenn es denn eine konsistente Medienpolitik gäbe (Altpapier-Jahresrückblick 2022 zum Thema Medienpolitik).