Bronze für die Öffentlich-Rechtlichen

Das Triell der Trielle ist vorbei. Gewonnen hat (wie immer in Triellen), vorerst jeder, doch ProSieben erhält bemerkenswert viel Lob. Die Mängel im "entpolitisierten" Unterhaltungs-Wahlkampf werden zunehmend kritisiert. Und die Bertelsmanns Content-Allianz setzt im beliebten Genre "True Crime" neue Standards – tief nach unten ... (Altpapier vom Di./ 21.9.)


Medienmetropole Gütersloh

Gleich am Hauptbahnhof von Gütersloh ragt ein Antennenmast oder eher -turm von solch gewaltigem Ausmaß empor, wie es für die Mitte einer kleinen Großstadt erstaunlich ist. Steht der Turm da als Zeichen, was für eine große Rolle die Kommunikation spielt in Gütersloh, am Hauptsitz von Bertelsmann, des achtzehntgrößten Medienkonzerns der Welt? Mal aussteigen, schließlich erschien jüngst zum 100. Geburtstag von Reinhard Mohn, der nach dem Zweiten Weltkrieg den Bertelsmann-Verlag praktisch neu gründete, auch der Stadtrundgang "Auf den Spuren Reinhard Mohns in Gütersloh" ... (weiter bei medienkorrespondenz)


Lindner und Habeck – diese Worte klingen nach Zusammenarbeit

Kritik zur "Anne Will"-Talkshow vom 19.9. (t-online.de)


Kandichecks statt "Candy Crush"

Mehrere ARD-Anstalten bieten zur Bundestagswahl online "Kandidaten-" und "Kandidat:innen"-Checks an. Die Partei "Die Partei" sorgt verlässlich für Kabarett-Humor, aber ist so was noch "zutiefst öffentlich-rechtlich"? (medienkorrespondenz.de)


Wer sich nicht als Sieger geriert, verliert

Die Nachberichterstattung zum ersten Triell läuft auf Hochtouren. Schon weil sie wichtiger als das Ereignis selbst ist. Außerdem tragen ab morgen eine "Bundestagswahl-Show", ein Wahlspiel mit einem Wal und Kandichecks zur Meinungsbildung bei (Altpapier vom Di./ 31.8.).


Jetzt ging's los

Die heißere Wahlkampf-Phase begann am Sonntagabend mit dem ersten Triell bei RTL. Wer hat gewonnen? Da ist ungefähr jede denkbare Meinung vertreten. Im Vorprogramm am Samstagabend traten Markus Söder und Robby Habeck im "einzig wahren" "Duell der Herzen" auf. (Altpapier vom Mo./ 30.8.)


Weil bei Lanz: "Kolossale Fehleinschätzung der Bundesregierung"

Kritik zur "Markus Lanz"-Talkshow vom 24.8. (t-online.de)


Die publizistische Lücke

Bilds Fernsehsender "hetzt" im wahrsten Wortsinn, ist aber auch ganz anders als die gedruckte Bild-Zeitung – was die Länge betrifft. Datenschutz ist kein Orchideenthema, zeigt das Beispiel Afghanistan. Und die Taliban wissen, wie Faktenchecks funktionieren... (Altpapier vom Di./ 24.8.)


Was für eine Schande

So viel Kritik an der aktuellen Bundesregierungs-Groko wie ausgerechnet jetzt zum Ende ihrer Amtszeit gab es noch nie. Die Taliban "waren beim Imageberater", worauf aber niemand hereinfallen sollte. Ziemlich zeitgleich verschärfen Springer und Bertelsmann ihre Nachrichtenfernseh-Bemühungen. Außerdem: die äußerst asymmetrische Auseinandersetzung zwischen Facebook und algorithmwatch.org. (Altpapier vom Mi./ 18.8.)


Mit der Zeit gehen

Der Rundfunkbeitrag ist nun aber wirklich im Bundestags-Wahlkampf angekommen. Ein altehrwürdiger Presseverlag nimmt auf dem Beifahrersitz (oder der Rückbank) eines Fernsehsenders Platz. Und verzwergerlt sich der sog. Westen auch in chinesisch koproduzierten Tierfilmen? (Altpapier vom Mo./9.8.)