Kaputte Kompasse?

Ein "Terrormordanschlag" gegen die Meinungsfreiheit, und wie darüber berichtet wird. Twitters nächste 180-Grad-Wendung und was in den USA alles befürchtet wird. Die "Öffentlichkeitsarbeit" ist tot (und wer noch Presseanfragen stellt, selber schuld). Und ein Krieg in Europa erhält auch kaum Medien-Aufmerksamkeit... (Altpapier vom Mo./ 19.10.)


Das gedruckte Facebook

Ein Verleger verrät seine Erfolgsrezepte für Lokalzeitungen. Wird die Bundes-Presse-Subvention zum Erfolg oder führt sie in eine "Subventionsfalle"? Den Medien in einem deutschsprachigen Nachbarland geht es jedenfalls trotz "Pressehilfe" schlecht. Und wird dank der Dominanz-Streamingdienste "immer mehr Mist produziert", in dem dann Juwelen unerkannt versinken? (Altpapier vom Mi./ 14.10.)


Der Überblick geht unter

Gabor Steingart und der Spiegel streiten sich und die Funke-Mediengruppe beschwert sich. Die Digitalpolitik der Bundesregierung ist schlecht – scheint sogar Bundespräsident Steinmeier zu finden. Könnte die EU-Digitalpolitik dort einsteigen, wo die USA der Trump-Ära ausstiegen? Außerdem: Facebook hat neu abgewogen. (Altpapier vom Di./ 13.10.)


Infinite Scrolling mit "Tatort" und "Traumhotel"

Wie heißt es bei Netflix, wenn man sich nach der nur einmal kurz unterbrochenen Sichtung einer über zweieinhalbstündigen Produktion ausloggt? "Schon fertig? Das ging aber schnell." So es steht dann da auf einer Einblendung zu lesen, ergänzt um den freundlichen Hinweis, dass Ausloggen im Übrigen überhaupt nicht nötig sei. Vermutlich kann Netflix Daten zum Mediennutzungsverhalten besser sammeln, um künftig noch bessere "Nutzererlebnisse" zu bieten, wenn man eingeloggt bleibt ... (medienkorrespondenz.de-Kolumne über abtörnenden Überfluss und versteckte Perlen in der ARD-Mediathek)


Geschichte wird gemacht

Falls es mal eine Zeit gab, in der spannende Dokumentationen ein öffentlich-rechtliches Alleinstellungsmerkmal waren, ist sie vorbei. Sogar ProSieben will sein lineares Publikum schon wieder überraschen. Die ARD-"Tagesthemen" haben eine echte Meinungsjournalismus-Debatte angezettelt. Und im quälenden britisch-amerikanischen Prozess gegen Julian Assange wurde es konkret – mit deutscher Beteiligung... (Altpapier vom Mo./ 28.9.)


Bitte kein Geklimper in Fernsehnachrichten (außer wenn sie über Klavierkonzerte berichten)

Das „Heute-Journal“, das Nachrichtenmagazin des ZDF, verdient Lob dafür, dass es sonntags inzwischen verlässlich zum Alltagssendetermin um 21.45 Uhr läuft. Am 13. September ging es natürlich um den Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ... (weiter auf medienkorrespondenz.de)


Pro Pro & Contras

Volker Herres will zurücktreten, aber nicht ohne aus der ARD-Mediathek einen "für möglichst viele Nutzer attraktiven Streamingdienst" gemacht zu haben. Die "Tagesthemen" wollen das alte Pro-und-Contra-Genre neu beleben. Ups, Presse- und Rundfunkfreiheit sind gar nicht dasselbe? Außerdem: Facebook droht bzw. macht Hoffnung, und rund um Horst Seehofers Innenministerium gibt's außer alten auch neue Aufreger (Altpapier vom Mi./ 23.9.)


Die Preise sind heiß

Tesla-Chef Elon Musk räumt in wenigen Tagen gleich zwei deutsche Medienpreise ab. Einen von Axel Springer, einen für die vielen Kameras in seinen Elektroautos. In beinahe letzter Minute wurde Tiktok gerettet. Wer hat denn nun gewonnen: US-Präsident Trump oder Chinas Diktatoren? Und wo ist die u.a. in Deutschland und Belarus erfolgreiche App Telegram eigentlich zuhause? (Altpapier vom Di./ 22.9.)


Tausende Herzchen

Lobbyschlachten sind kein Ponyhof, und der alte Zeitungsverleger-Präsident Mathias Döpfner ist auch der neue (trotz "Aktivismus in Form von Boulevard-Agitation"). Am anderen Ende der Welt sollen Google und Facebook gezwungen werden, ihre Algorithmen offenzulegen. In der Redaktion einer deutschen Qualitätszeitung steht der "umfangreichste Stellenabbau" ihrer Geschichte bevor. Und: Spiegeln Likes und Retweets den Bedeutungsverlust der Medien? (Altpapier vom Mi./ 16.9.)


Der Witz der Meinungsfreiheit

In Paris beginnt der Prozess zum islamistischen Massenmord in der Charlie Hebdo-Redaktion. Zur Bedeutung von "Haltung" im Journalismus gibt es weiterhin unterschiedliche Ansichten. In den ARD-"Tagesthemen" heißen Kommentare jetzt "Meinung". Und zu solchen Kommentaren, wie sie oft unter Beiträge im Internet geschriebenwerden können, gibt es auch was zu sagen... (Altpapier vom Mi./ 2.9.)