Büttenreden & Abrechnungen

Die mächtigen Entscheider der deutschen Medienlandschaft sind großenteils nicht in Berlin ansässig, sondern in Städten vom Kaliber Hamburg, Stuttgart, Köln, Mainz, Offenburg, Gütersloh... In die Hauptstadt kommen sie vor allem, wenn es zu repräsentieren oder etwas anzukündigen gilt. In der Hinsicht war am gestrigen Dienstag einiges los in Berlin... (Altpapier, mein ungefähr 970.)


Die Tachelesrunden der Großjournalisten

"Machen Sie mal was mit den Armen", sollen die drei Fotografen gesagt haben, als sie abends mit Karl-Theodor zu Guttenberg auf dem Times Square promenierten. Und der Minister... (Netzeitung)


Altpapier ist wieder da

Das Altpapier erscheint jetzt immer werktäglich auf dnews.de/altpapier.


"Gegen die sind wir Kleinbürger"

"Und das Leben der Banker ist noch viel schriller und grausamer und perverser, als wir uns das vorgestellt haben. Da sind wir beide kleinbürgerlich. Wir hatten die Vorstellung von einer funktionierenden Maschine, vom Hochkapitalismus als etwas Effizientem..." (Interview im "Freitag" mit dem Schriftsteller Ulrich Peltzer und dem Regisseur Christoph Hochhäusler)


Polizei penetriert Paris

"An Fernseh-'Oscars' mangelt es zwischen Grimme-Preis und Deutschem Fernsehpreis ja nicht. Bitter benötigt allerdings wird eine Goldene Himbeere für unsere Fernsehindustrie, wie Hollywood sie als 'Razzie' für besonders schlechte Leistungen vergibt..." (taz, über "Kommissar LaBréa")


Telenovela Deutschland

"'Schäfer nach innen geflankt. Kopfball - abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen - Rahn schießt' und viermal 'Tooooor!': Herbert Zimmermanns nachträglich mit Filmaufnahmen zusammenmontierte Radioreportage vom Finale der Fußball-WM 1954 ist das bekannteste Sample im geläufigen Zeit-Historytainment..." (taz, über das "trimediale" ARD-Projekt "60 x Deutschland")


Nett formuliert...

...Ihre Stärken vor großem Publikum sind ihre Begeisterung, wenn Prominente Heinz-Erhardt-Gedichte aufsagen, und die Fähigkeit, schlagerartige Musik so zu singen, dass zumindest wohlmeinende Betrachter rätseln können, ob das jetzt ironisch gemeint ist." (über Ina Müllers Heinz-Erhardt-Show in der ARD, taz)


Beherrschen Sie panisches Schlucken?

... Dann winkt die Chance auf eine kleine Sprechrolle in "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Das neue Castingportal yourchance.de bietet diese. (taz)


Außerdem neu

Stolzer Stuttgarter Sender (über Berlinale-Filme und deutsche Fernsehsender, Kölner Stadtanzeiger) "Eher kellnern als PR machen" (kleines Porträt des Journalisten Christian Fuchs im kressreport)


Der Kampf geht weiter

"... Das ist auch gut so, schließlich ist der Krieg, der nicht so genannt wird, ein wichtiges Thema, das mehrmals auftauchen darf. Bloß ihren albernen Programmkrieg, in dem sie die vielen von den frisch erhöhten GEZ-Gebühren hergestellten Filme in direkter Konkurrenz zueinander senden, sollten ARD und ZDF bald beenden." (taz, über die Filme "Willkomen zuhause" und "Nacht vor Augen")